Urlaub zu Hause

Liebe Rundbriefleserinnen und -leser,

gehören Sie auch zu denjenigen, die schon morgens am liebsten ihre sieben Sachen packen und einfach mal drauflosfahren möchten? In ferne, unbekannte Länder – egal wohin – Hauptsache raus aus den eigenen vier Wänden? An eine steile Küste zum Beispiel, an der einen der Wind kräftig durchpustet. Oder vielleicht an einen klaren Bergsee, in dem man gedankenversunken seine Beine baumeln lassen kann. Ich muss Sie leider enttäuschen – der heutige Rundbrief ist nicht dem Thema Urlaub gewidmet. Warum eigentlich immer in den Urlaub fahren? Manchmal glaube ich, Urlaub wurde bloß erfunden, damit man hinterher weiß, wie schön man es doch zu Hause hat. Hier kann man ungestört seine Neurosen pflegen und stundenlang Rezensionen über Waffeleisen lesen. Aber erklären Sie das mal jemandem. Nicht zu verreisen hat einen schlechten Ruf; kann man ja nicht machen. Erstens gucken die Nachbarn blöd und zweitens muss man für jedermann die Blumen gießen. Dabei gibt es vor Ort vieles zu entdecken. Man muss nur einmal schauen, was vor der eigenen Haustür auf einen wartet. Mehr braucht es nicht, um die Welt wieder durch eine rosarote Brille zu sehen. Und sowieso ist Achtsamkeit die neue Glücksformel. Warum also nicht achtsam durch die Straßen schlendern? Soviel Freiheit wie heute war nie. Nehmen Sie sich doch die Freiheit, einfach mal zu Hause zu bleiben.
Zuhause: Das ist in meinem Fall gerade Karlsruhe – die Stadt, in dem unser schöner Verlag beheimatet ist. Im Jahr 2015 feierte Karlsruhe seinen 300. Stadtgeburtstag. In „300 x Karlsruhe“ von Gustavo Alàbiso und Benno Stieber haben elf Autoren persönliche Geschichten von 300 Karlsruher Bürgern zusammengetragen. Stück für Stück entstand so ein liebevolles Porträt der Stadt. Einen persönlichen Blick auf die badische Hauptstadt bietet auch „Kinderzeit“ von Paul Oskar Höcker. Er erinnert sich an sechzehn prägende Jahre seines Lebens und beschreibt anekdotenreich und humorvoll, wie er als Kind das Karlsruhe des ausgehenden 19. Jahrhunderts wahrgenommen hat. Der Bildband „Durlach“ von Yps Knauber und ONUK zeigt den größten Karlsruher Stadtteil in großartigen Aufnahmen und gibt Einblicke in Geschichte und Gegenwart der „Mutter Karlsruhes“. Auch Krimi-Liebhaber kommen bei uns nicht zu kurz: Eva KlinglersErbsünde“ und Uschi GasslersGier ist dicker als Blut“ haben hauptsächlich Karlsruhe als Schauplatz.
Begeben wir uns aus der Großstadt Karlsruhe in das etwa 20 Kilometer entfernte Bruchsal. Bruchsal ist nicht nur die größte Stadt des Landkreises Karlsruhe, sondern auch die Stadt mit dem größten Spargelmarkt Europas. Wer nach diesen Superlativen noch nicht davon überzeugt ist, dass Bruchsal was zu bieten hat, sollte einen Blick in die „Kleine Geschichte der Stadt Bruchsal“ von Thomas Adam werfen. Er gibt einen knappen und unterhaltsamen Überblick über die wechselvolle Geschichte der Stadt. Im Bildband „Bruchsal“ nähert sich der Fotograf Florian Adler seiner Heimatstadt mit viel Liebe zum Detail. Er zeigt nicht nur zahlreiche Sehenswürdigkeiten, sondern auch versteckte und unbekannte Winkel. Spannend wird es in der Kriminalgeschichte „Versalzene Geschäfte“ von Kurt Lupp. Hier begeben sich Ermittler auf eine Spurensuche durch die verwinkelten Gassen des alten Bruchsal.
Dies ist nur eine kleine Auswahl unserer regionalen Titel. Schauen Sie gerne auch auf unserer Homepage vorbei.
In diesem Sinne: Tun Sie sich selbst etwas Gutes und bleiben Sie zu Hause!

Vanessa Gantner
und das gesamte Team des Lauinger Verlags

300 x karlsruhe
300 x Karlsruhe
höcker, paul oskar_kinderzeit
Kinderzeit
Cover Durlach_Kirche und Marktplatz.indd
Durlach
Mau-Krimi-Entw-1305.indd
Erbsünde
Gier
Gier ist dicker als Blut
Kleine Geschichte der Stadt Bruchsal
Kleine Geschichte der Stadt Bruchsal
01_umschlag_bruchsal_01.cdr
Bruchsal
lupp, kurt_versalzene geschäfte
Versalzene Geschäfte

Hinterlassen sie einen Kommentar