Klumpeffekte

Klumpeffekte

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ISBN: 978-3-7650-2130-5
20.5 x 13.5 cm
224 Seiten

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Buchbeschreibung: "Klumpeffekte" von Christine Blech

Jedes Stück Mohnkuchen fördert den Realitätssinn.

Eigentlich ist der sensible Eigenbrötler Anselm als Heidelberger Chemiestudent in seinem Element. Als ihn aber der aufmüpfige Jürgen mit seinem geliebten Kraftrad fast über den Haufen fährt, geraten Einsiedlertum und Studiererei ins Wanken. Jürgen hingegen wurmen finanzielle Sorgen: »Ich habe ein Motorrad mitzuversorgen.« Und auch der verträumte Pizzakellner Niccolo – der Dritte im Bunde – hat es nicht einfach: Bei ihm stehen »Antidepressiva statt Antipasti« auf dem Speiseplan.

Die Sehnsucht, dem ernsten und öden Alltag zu entfliehen, macht die drei zu Freunden und mündet in einen konkreten Plan: In einer schäbigen, abgelegenen Kellerwohnung in Ziegelhausen bastelt das Trio an einem flugtauglichen Motorrad.

Klotzen statt Kleckern ist die Devise!


Leseprobe und als E-Book erhältlich


Informationen über den Autor "Christine Blech"

Christine Blech (*1980 in Göttingen) studierte Psychologie in Heidelberg, wo sie im Anschluss auch promovierte. Seit 2011 lebt sie in Hagen und unterrichtet an der FernUniversität in virtuellen Lernumgebungen und Online-Klassenzimmern. „Klumpeffekte“ ist ihr erster Roman.

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2 Bewertungen für Klumpeffekte

  1. baeumer.heidi@web.de
    5 von 5

    :

    Kein Krimi. Nichts für Fastfood-Konsumenten, sondern für Genießer.
    Man braucht Ruhe, um die zum großen Teil witzigen sprachlichen Feinheiten auszukosten.
    Wie kann eine junge Frau – Christine Blech – sich so einfühlen in einen Chemie-Studenten, dass sie einen Roman als Ich-Erzählung aus seiner Perspektive schreibt? Ist das glaubwürdig? Kann das gelingen?
    Ja, denn dieser junge Mann – Anselm Natterfurth heißt er – lebt völlig abgetrennt von irgendwelchen Gefühlen; als Chemiestudent glänzt er bei Vorträgen und im Labor. Im Studentenwohnheim nimmt ihn allerdings niemand wahr.
    Mit einer Ausnahme: Die Überfliegerin und Mathematikstudentin Manu erkennt die intellektuelle Verwandtschaft und baggert ihn immer wieder an, was er überhaupt nicht bemerkt.
    Nie erfährt der Leser, dass Anselm Angst hat, sich sorgt oder sich einsam fühlt. Er erledigt, was ansteht.
    Vielleicht hilft ihm dabei seine Kindheit im behütenden Schwarzbronner Elternhaus: Der Vater bastelt im Keller, die Mutter regelt die sozialen Kontakte, an denen es gar nicht mangelt (ihre selbst gebackenen Plätzchen werden steinhart, auch ein paar andere Fähigkeiten gehen ihr ab). An Anselm ist jedoch nichts problematisiert worden. Die Eltern sind stolz auf ihn.
    Aber halt: Dies ist ein Entwicklungsroman, unaufdringlich im besten Sinne. Man könnte sogar verpassen, ihn als solchen zu erkennen.
    Das Schicksal, in diesem Fall ein glimpflich ausgehender Verkehrsunfall, bringt Anselm zusammen mit zwei Freunden, deren Lebenslauf und Probleme gänzlich anders gestrickt sind.
    Soviel sei verraten: Anselm findet echte Freundschaft und Zugang zu Gefühlen, die er nicht mehr verschließen muss (es sind Tränen, aber Tränen der Erleichterung).

  2. 4 von 5

    :

    Anselm, 22, angehender Chemiker, wortkarg, introvertiert mit fast autistischen Zügen.
    Jürgen, Mitte 30, begeisterter Motorradfahrer, jobbender Langzeit-Student. Niccolo, Italiener
    mit Liebeskummer und Hang zur Depression. Durch Zufall begegnen sich die 3 und aus
    einer dahingesagten Spinnerei („Fliegen sollte man können!“) entwickeln sie die fixe Idee,
    gemeinsam ein fliegendes Motorrad zu bauen. Der Ich-Erzähler Anselm schildert die Suche
    nach dem richtigen Kraftstoff, sein Leben als Student, Heimat-Besuche im Badischen und die
    Freundschaft zu Jürgen und Niccolo weitgehend distanziert, mit viel wörtlicher Rede. Dass
    das „Projekt Pegasus“ wenig erfolgreich enden wird, ahnt der Leser früh, zumal die 3 zwar
    penibel, aber doch chaotisch agieren und gerne aneinander vorbeireden. Der Humor erinnert
    an Slapstick oder Situationskomik. Die Handlung beginnt 1999 und endet 2002, die
    Zeitsprünge umfassen oftmals mehrere Wochen oder gar Monate. Das Debüt ist für junge
    Leser im Großraum Mannheim/Heidelberg möglich, die sich für Chemie, schrägen Humor
    und ein etwas anderes Studentenleben interessieren.
    Fleur Hummel

    Bibliothekarische Dienste
    Team Prozesse
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