Wer später stirbt, ist länger alt

Wer später stirbt, ist länger alt

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ISBN: 978-3-7650-9106-3
20.5 x 13.5 x 1 cm
Paperback
128 Seiten

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Buchbeschreibung: "Wer später stirbt, ist länger alt" von Heidi Fischer

Menschen, die sehr alt werden, sind wunderlich und weise, humorvoll und verbittert, böse und liebenswert, lebensfroh und depressiv, naiv und raffiniert, glücklich und genervt – die Bandbreite ist unerschöpflich, wie das Leben selbst. Das Ehepaar, das mit der Alzheimer Krankheit des Mannes klar kommen muss; die Frau, die ihren Ehemann als Reinkarnation wiederfindet; die Mörderin, die nach zwanzig Jahren aus der Haft entlassen wird; der einsame Witwer, der noch einmal sein bestes Stück stehen sehen will; die Freundinnen, die sich zum Plaudern auf dem Friedhof treffen.


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Informationen über den Autor "Heidi Fischer"

Heidi Fischer (*1954) lebt in Coburg und arbeitete als Lehrerin an einer privaten Förderschule. Sie ist Mitglied im Fränkischen Autorenverband und schreibt seit vielen Jahren Gedichte und Kurzgeschichten. Ihre Arbeiten wurden in unterschiedlichen Anthologien und der Literaturzeitschrift „Wortlaut“ veröffentlicht. Bisher erschienen bei Der Kleine Buch Verlag „Laufmaschen im Strickstrumpf“ (2013), „Wer später stirbt, ist länger alt“ (2015) und „Der verlorene Mann“ (2016).

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1 Bewertung für Wer später stirbt, ist länger alt

  1. sigrid_wohlgemuth@yahoo.de
    5 von 5

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    Wer später stirbt, ist länger alt – Heidi Fischer

    Altwerden, altsein, Krankheiten, eben alt im allgemeinen, ein Tabuthema. Nicht gerne wird darüber geredet, wenige Autoren, die sich an das Thema herantrauen. Und doch nimmt es sogar in den TV Sendungen immer mehr Platz ein. Ich hatte bereits Bücher zum Thema „Alter“ gelesen, drum war ich interessiert. Der Autorin Heidi Fischer habe ich bei einer Lesung, im Rahmen von *Leipzig liest*, gelauscht und mich sprachen die Geschichten, die sie vortrug, sofort an. In 19 Geschichten erzählt die Autorin von Menschen, die bereits ein hohes Alter erreicht haben, das sind ihre Hauptfiguren und die jüngeren Figuren Nebendarsteller im Leben der älteren Menschen. Obwohl sie doch eigentlich wichtig sind, die Personen, die zu den älteren Mitmenschen gehören, doch oft ist es nicht so … Dies bringt die Autorin auf den Punkt. Mitfühlend, berührend beschreibt die Autorin das Leben im Altenheim, das Warten auf Besuch, auf ein nettes Wort, das Alleinsein, vom Sterben, dem Tod und der Reinkarnation. Jetzt denken Sie, warum soll ich so etwas lesen? Weil die Autorin in ihren Erzählungen den alten, mit Falten übersähten Körper, gebrechlichen Menschen zeigt, jedoch hat jeder dieser Figuren Wünsche, Träume, Sehnsüchte, möchte sie ausleben, doch es geht halt nicht mehr so ganz wie früher. Wenn man sie überhaupt jemals ausgelebt hat! Und jeder sein eigenes Tempo hat, wir ihm Zeit lassen sollten. Wird nicht oft verdrängt, dass in älteren Personen auch noch die Liebe, die Sehnsucht nach Zärtlichkeit steckt?
    In der Geschichte „Marga hätte es gefallen“ geht es darum, dass ein Mann nochmals gerne sein bestes Stück stehen sehen würde. Warum nicht? Die Geschichten sind mit enormen Tiefgang, lebendig, ganz besonders die in die Jahre gekommenen Figuren, sie sind lebendiger, als sonstwer. Besonders berührt hat mich die Geschichte: Glück. Für mich schließt sich dort der Kreis. Eine alte Frau, ihr Gedächtnis lässt nach, doch die Luftballons aus der Vergangenheit hat sie nicht vergessen. Sie sieht das Kind in sich, dass nie verloren gegangen ist.
    Geschichten zum Innehalten und vielleicht so manchen Wunsch einer älteren Personen – nach Liebe, Zärtlichkeit, Träumen, mit langsamer Aufnahefähigkeit – mit anderen zu Augen sehen. Meinen Dank an die Autorin Heidi Fischer, die sich diesem Thema gestellt und es einfühlsam umgesetzt hat.

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